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04.10.2021

Ausschreibung fürs „Deutschlandnetz“ gestartet

Mit 900 zusätzlichen Schnellladestationen deutschlandweit soll die Ladeinfrastruktur im Mittel- und Langstreckenverkehr verbessert werden. Nun hat die Ausschreibung begonnen.

Bild: Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur

Um die deutschlandweite Grundversorgung mit Schnellladeinfrastruktur im Mittel- und Langstreckenverkehr sicherzustellen, fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit dem „Deutschlandnetz“ den Auf- und Ausbau von 900 Schnellladepunkten.

Wie geht der Ausbau vonstatten?
Die Ausschreibung erfolgt für 900 Suchräume, die sich auf 23 Regionallose verteilen. Die Regionallose wiederum umfassen sechs Regionen – Nord-West, Nord-Ost, Mitteldeutschland, Süd-Ost, Süd-West und West – und geben ein bestimmtes Gebiet, zum Beispiel rund um einen Verkehrsknotenpunkt, vor. In jedem Suchraum soll ein Schnellladestandort mit mindestens vier und bis zu 16 Schnellladepunkten entstehen. Die Bieter müssen geeignete Standorte innerhalb dieser Suchräume einbringen beziehungsweise solche finden. Errichtung und Betrieb des „Deutschlandnetzes“ werden in zwei getrennten Ausschreibungen vergeben.

Für die Standorte des „Deutschlandnetzes“ gelten vom BMVI festgelegte technische Mindestanforderungen wie eine jederzeit verfügbare Mindestladeleistung von 200 kW an jedem Ladepunkt, bestimmte Qualitätsstandards und eine am Markt und am Strompreis orientierte flexible Preisobergrenze.

Auch für E-Handwerke interessant
Die Ausschreibung soll regional tätige Betreiber sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), ansprechen. Auch für elektrohandwerkliche Betriebe, die das Know-how für die Installation solcher Ladepunkte besitzen, ist eine Teilnahme möglich. Die erste Phase der Ausschreibung startete am vergangenen Freitag (1.10.) und findet als sogenannter Teilnahmewettbewerb mit einer Bewerbungsfrist von sechs Wochen statt.

Ablauf des Vergabeverfahrens
Nach der Prüfung und Bewertung der Teilnahmeanträge – Bewertungskriterien für die Gebote sind unter anderem Kosten, Konzept und Kundenfreundlichkeit – werden die verbliebenen Bieter aufgefordert, ein Erstangebot abzugeben. Mit den finalen Zuschlägen für die einzelnen Gebote wird im dritten Quartal 2022 gerechnet.

Die Vergabeunterlagen sind über die e-Vergabeplattform des Bundes abrufbar.

Eine interaktive Karte mit den Suchräumen finden Sie hier.

Quelle: BMVI / Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur / ZVEH

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